Persoenliche Strategien

Geschreiben von egoauf23. September 2011 in Reflektionen |

Im Kapitel “persönliche Integrität” erfuhrst du, jeder Mensch verhält sich auf allen Gebieten prinzipiell gleich. Ist er ordentlich, ist er überall ordentlich. Ist er im Sport aggressiv, ist er wahrscheinlich überall aggressiv. Er hat sein Verhalten generalisiert. (siehe Referenz Modell)

Nun ist es so, dass jeder, auf speziellen Gebieten, bestimmte Rituale besitzt, die er immer ausführt, wenn er etwas unternehmen will. Er hat gelernt, so geht es – und so macht er es dann auch. Er hat eine ganz spezielle Strategie – um etwas zu erreichen.

Dazu ein Beispiel: Wenn du eine neue Stereoanlage kaufen willst, wie gehst du vor? Gehst du einfach los, und kaufst die erst beste, die dir gefällt? Oder holst du dir erst einmal ein Warentest Heft und vergleichst? Fragst du Freunde, wie sie handeln, bzw. was sie kaufen würden? Schaust du, wo es die besten Preise gibt? Oder wie gehst du vor?????

Egal wie und was du machst. Es ist wahrscheinlich die gleiche Strategie, wenn du einen Fernseher, Kühlschrank usw. kaufen möchtest. Es ist deine ganz spezielle Einkaufsstrategie, bei einem Betrag über 1000.- DM. Bei einem anderen Betrag, hast du vielleicht eine ganz andere Strategie.

So kann man jegliches Verhalten beschreiben, wenn man genau aufpasst.

Selbst bei ganz alltäglichen Vorgängen, wie das Aufstehen am Morgen, hast du eine spezielle Strategie entwickelt. “Augen auf – Blick aus dem Fenster“ – innere Rede: “Bäh – schiet Wetter” – und noch mal für 5 Minuten hin gelegt. – Danach muffig aus dem Bett gequält – usw. Jeden Morgen die gleiche Prozedur. Aus Gewohnheit.

So ist es in Allem. Möchtest du eine dieser Gewohnheitsketten aber einmal durchbrechen, bitte schön. Hier das Rezept.

Tue es einfach.

Gelingt es dir aber nicht, ist das alte Verhaltensprogramm zu fest installiert. Dann versuche eine Umprogrammierung. Z.B. beim Aufstehen. Du kommst morgens schlecht aus der Kiste, und willst dieses aber ändern. Suche dir gedanklich eine Strategie, bei der du begeistert reagierst. Denke zum Beispiel an ein Erlebnis im Urlaub, wo du früh aufstehen musstest, weil du eine Verabredung hattest. “Wie bist du damals aufgestanden? Was hast du zuerst (innerlich) zu dir gesagt, was war dein erster Gedanke? Wie schnell bist du aufgestanden? Welches Gefühl hattest du damals dabei?”

Wenn du diese Erinnerung abrufst, dir merkst und sie morgen früh anwendest, kommst du mit Sicherheit ruckzuck aus der Kiste. Du hast ein Referenz-Modell gefunden, um schnell aufzustehen. Bingo. So einfach ist es.

Weckt in dir der Gedanke an eine bestimmte Situation, unangenehme Gefühle, so kannst du durch Wiederholen der inneren Vorgänge, aus einer Situation bei der du mutig reagiert hast, diese Gefühle nahezu zum Verschwinden bringen. Innere Vorgänge sind Vorstellungen, Bilder, Töne, Stimmen, Atmung, Körperhaltung. Kurz alles was du getan hast. Häufig kann man auch schon die Gefühle dadurch ändern, wenn man winzige Kleinigkeiten variiert (Attribute der Gedanken)

Probier es…

So ist es auch, wenn du ein Modell von einem anderen übernimmst. Finde heraus, was er wie denkt – Wie er sich bewegt – wie er sich verhält – Welche Handlungen er ausführt. Und wende diese Modell an.

Du brauchst dann nicht mehr alle Erfahrungen des anderen zu wiederholen. Es kann sein, dass er Jahre gebraucht hat, um diese Fähigkeit zu entwickeln. Mach es einfach nach. In einem Bruchteil der Zeit.

Was Einer kann, können prinzipiell alle anderen auch. (Vielleicht mit ein paar Abstrichen. Aber 80% ist immer noch besser als 0%. Oder?)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Copyright © 2011-2012 egopower All rights reserved.
Desk Mess Mirrored version 1.8.6.1 theme from BuyNowShop.com.