Geistiges Kleinkraemertum
Da sitze ich wochenlang, denke mir die Webseiten mit der Explosivkraft einer Wasserstoffbombe aus, hacke mir fast die Fingerspitzen blutig und bin gespannt auf die Reaktionen die da auch mich zukommen. Und tatsächlich – es kommt ein Email aus Berlin. Ich freue mich, öffne die Mailbox und was sehen meine Augen?
Da ist doch irgend so ein klein-geistiger Wichtigtuer, der mir klarmacht es heißt einem anderen …” und nicht einen anderen…” und dass man das doch in der 4. Klasse lernt.
Wunderbar, danke.
Normalerweise lasse ich einen derartigen Müll, lässig an mir vorbei ziehen, aber in diesem Fall mache ich mal eine Ausnahme und greife dieses Thema auf.
Wieso schreibt jemand eine Email, um einen anderen zu sagen, wie blöd und unwissend er ist?
Obwohl nur ein klitzekleiner Buchstabe falsch ist. OK, wer in Kleinigkeiten genau ist, ist dies auf jeden Fall auch bei großen Dingen. (Evolutionsprinzip)
Doch zurück zum Thema. Es steigert das eigene Selbstwertgefühl, andere auf ihre Fehler hin zu weisen. (Schau mal was ich alles weiß und wie schlau ich doch bin), und es ist eines der klassischen Abwehrmanöver, wie ich sie in der Einleitung, beschrieben habe. Nichts gegen einefreundlich gemeinte Hilfe. Aber der Ton macht’s.
Dieses engstirnige, popelige Suppenwürfeldenken, ist genau der Grund, warum oft Müllgespräche und Schwachsinns -Diskussionen entstehen, die eine gute Kommunikation unmöglich machen.
Mein Tipp, kennst du so einen, gebe dich nicht weiter mit ihm ab. Er zieht dich nur runter, zum mistigen Kleinkram.